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Am 11. September
2012 würde einer der besten deutschen Rennfahrer Walter Zeller 85 Jahre werden. Leider verstarb der Bayer am 4.Februar 1995 viel zu früh an Herzversagen. In meinem kleinen Beitrag möchte ich die Erinnerung wachrufen an einen grossartigen Rennfahrer und, wie ich finde, sehr netten Menschen. Diese meine Meinung wurde mir von vielen seiner früheren Rennfahrerkollegen bestätigt. ![]() |
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meine Begegnung mit dem BMW-HeroMit Vergnügen erinnere ich mich an meine erste und leider einzige Begegnung mit Walter Zeller. Es war im Sommer 1958. Während meiner Ferien war ich "per Anhalter" unterwegs vom Bayrischen Wald in Richtung Berchtesgaden. Es war ein heisser Sommertag und in Erinnerung hatte ich noch die Rennen am Sachsenring von 1957 und den Sieg des Österreichers Gerold Klinger mit der BMW in der Halbliterklasse. Damals hatte Walter Zeller wegen des Todes seines Bruders seine Teilnahme absagen müssen, was sehr bedauert wurde. Plötzlich sah ich vom Auto "meines Fahrers" aus ein Ortseingangsschild "Hammerau". Mir fiel es wie Schuppen von den Augen - hier wohnt doch der Walter Zeller. Mein Fahrer war erstaunt, als ich ihn bat, doch mich hier raus zu lassen. Er wusste ja, ich wollte nach Berchtesgaden. Eine kurze Erklärung meinerseits und er hielt direkt an der Pforte von Walter Zeller´s Eisenwerk. Mit meinem kleinen Köfferchen in der Hand ging ich zur Pforte und fragte den Pförtner, ob Herr Zeller da sei. Der ältere Herr in der Pforte musterte mich einige mal von oben bis unten und war wohl unschlüssig, was er machen sollte. Schliesslich fragte er mich nach meinem Anliegen. Ich erzählte ihm, dass ich vom Sachsenring komme und dort beim Rennen Walter Zeller sehr vermisst hatte und ich den "grossen Chef" um ein Autogramm bitten wollte. Mein flehentlicher Gesichtsausdruck muss ihn dann wohl doch überzeugt haben und er telefonierte in´s Büro des Chefs.
Irgendwie war mir ja etwas
mulmig zu Mute. Wie im Unterbewusstsein vernahm ich
dann die Worte "Herr Zeller lässt bitten".
Nun gab es kein zurück mehr. Schräg gegenüber
liegend war das "Chefgebäude" nicht schwer
zu finden. An der Tür empfing mich eine junge
hübsche Dame - die muss einfach jung und hübsch
gewesen sein, denn ich war viel zu nervös um das
richtig wahrzunehmen. Dann ging eine Tür auf und ein
junger, sehr freundlicher Mann sagte zu mir: "Sie
kommen also vom Sachsenring. Ist ja nett mich zu
besuchen". Dann fragte er mich, was ich trinken
möchte. "Ach ja, Sie kommen ja aus Sachsen,
möchten Sie da einen Kaffee"? Irgendwie muß ich
wohl genickt haben, denn ehe ich was sagen konnte,
erhielt die Sekretärin den Auftrag, einen Kaffee zu
machen und er bestellte sich ein Bier. Dann hörte ich
noch, wie er die Sekretärin gebeten hat, eine halbe
Stunde nicht gestört werden zu wollen. Er merkte mir
wohl meine Nervosität an, jedenfalls fing er an mir
Fragen zu stellen und im nu war ein Gespräch im
Gange. Ich merkte garnicht wie die Zeit verging, als
er sich entschuldigte und meinte, er müsse leider
noch etwas arbeiten. Dann brachte er mich zur Tür,
von wo aus der Pförtner uns sehen konnte. Er bedankte
sich für den Besuch und wünschte mir noch schöne
Ferientage. Ich hatte noch ganz weiche Knie, als ich
beim Pförtner "Auf Wiedersehen"
sagte. Sein Gesicht drückte noch immer Erstaunen aus,
denn der grosse Chef hatte höchstpersönlich
den jungen Niemand empfangen. |
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