John Cooper
England
1967

Road Racing pur

Motorradrennen auf der Isle of Man

Kein Thema wird bei Rennsportanhängern so kontrovers diskutiert wie die Rennen auf der Insel Man, gelegen zwischen England und Irland. Fakt ist, es grenzt schon fast an Wahnsinn mit Rennmaschinen der heutigen Generation auf normalen Straßen, vorbei an Häuserwänden und Steinwällen, Rennen zu fahren. Fakt ist aber auch, kein Fahrer wird zu diesen "letzten großen Abenteuer" im Rennsport gezwungen. Sagte doch dazu ein einst "Großer" des Rennsports: "Der Gasgriff einer Rennmaschine lässt sich immer in zwei Richtungen drehen".
Seit 1907 werden auf der zwischen England und Irland gelegenen Insel Man Motorradrennen ausgetragen. Ein Sieg auf diesem über 60 Kilometer langen Kurs galt über Jahrzehnte hinweg als das Erlebnis in einer Rennfahrerkarriere. Hier wurden Helden geboren, aber leider auch erfolgversprechende Karrieren vernichtet.
Der Neuseeländer Graeme Crosby 1979

Reginald Armstrong aus Irland 1950

Alan Barnett aus England 1970

Ted Frend England 1950

Der Schweizer Franconi 1928

Zwei Heros unterschiedlicher Epochen:
Charlie Dodson (rechts)
England
und Joey Dunlop (oben)
von Irland

Einer der Vorkriegsstars, der Italiener Omobono Tenni, war auch auf der Isle of Man am Start - Foto rechts 1947. Leider verunglückte er beim Grand Prix der Schweiz ein Jahr später tödlich.
Der Italiener Roberto Colombo meisterte den gefährlichen Kurs auf der Isle of Man und verunglückte 1957 im belgischen Spa- Francorchamps tödlich.
Der legendäre
Stanley Woods, links,
nach einem erfolgreichen Rennen vor dem Krieg.
Dem Deutschen Hans Baltisberger wurde der Kurs in Brünn zum Verhängnis, nachdem er die TT mehrmals erfolgreich gemeistert hatte.
Der dreifache Weltmeister aus Deutschland, Werner Haas, hier am Start 1953 mit seiner NSU. Sehr interessiert blickt im Hintergrund der Rhodesier Ray Amm auf Haas NSU. Ray Amm war später selbst ein Sieger bei der TT.
Das erfolgreiche Mondial-Team 1952 in der 125cc Klasse mit den beiden "Gastfahrern" Cromie McCandless (links),Len Parry (mitte) und dem Starpiloten Carlo Ubbiali.Sie wurden nur von MV-Fahrer Cecil Sandford bezwungen.
Keine Frage, der Engländer

Mike Hailwood

war viele Jahre der Star auf der Isle of Man. Aber nicht nur auf der Insel wusste Hailwood zu überzeugen, sondern auch bei WM-Rennen und den zahlreichen Kurzstreckenrennen in England. Man sagt zwar, er sei technisch nicht so begabt gewesen, aber dieses Manko machte er durch sein einmaliges Fahrgefühl mehr als wett.
Ironie des Schicksals, er kam bei einem Verkehrsunfall - von ihm nicht verschuldet - ums Leben.

Auch die Seitenwagenfahrer, wie hier der zweifache Weltmeister Rolf Steinhausen, gaben und geben sich noch immer ein Stelldichein auf der Isle of Man.

Bill Lomas hier bei Bray Hill (oben) und am Start (links).


Der Engländer
Freddie Frith,
erster 350cc Weltmeister 1949,
hatte vor dem Krieg
die 90 Meilen/h "Schallmauer" durchbrochen.

Der Schotte
Bob McIntyre
war der erste Fahrer, welcher 1957 den legendären Kurs mit
mehr als 100 Meilen/h
umrundete (hier einige Jahre später).

Diese Seite kann nur einen ganz kurzen Einblick in die nunmehr über 90-jährige Geschichte der Rennen auf der zwischen Irland und England gelegenen Insel Man geben. Mir kam es weder auf eine Chronologie an noch auf Vollständigkeit. Es sollten einfach nur ein paar Helden dieser über 60 Km langen Strecke vorgestellt werden, die "roadracing" pur verkörpert.
Für die etwas neuere Generation auf der Isle of Man steht der Engländer Ron Haslam (Foto rechts), der aber auch bei WM-Rennen eine gute Figur abgegeben hat.

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