Die Rennen am Sonntag wurden von den Wetterkapriolen bestimmt. Regenreifen oder Slicks war die große Frage.
Wer anfänglich auf die scheinbar falschen Reifen gesetzt hatte konnte später frohlocken - oder auch
umgekehrt. So kam es oft zu tollen Verfolgungsjagden, wie zum Beispiel im linken Foto zwischen Delannoy / Bidault
(innen) und Manninen / Kuismanen. Die Finnen hatten mit Slicks-Reifen hoch
gepokert und erreichten nach toller Aufholjagd bei abtrocknender Strecke noch
einen großartigen zweiten Platz, während die Franzosen sich noch als Vierte in das Ziel
retteten. Überhaupt boden die finnischen
Gespanne während des gesamten Wochenendes sehenswerte Leistungen. Auf dem
Foto unten ist Pekka Päivarinta mit Beifahrer Aki Aalto (44) auf der
Verfolgung der Reeves-Brüder (77) aus England. Diese führten
von Beginn an das Gold-Race an und zeigten dabei ihre besondere Klasse. Päivarinta /
Aalto belegten am Ende des Gold-Race
Platz drei. Das Sprint-Race über die halbe (11 Runden) Gold-Race Distanz endete zur Überraschung
der anwesenden reichlich 10 Tausend Besucher - keine schlechte Zahl bei diesem Wetter - in umgekehrter Reihenfolge wie auf dem
Foto zu sehen: Päivarinta / Aalto vor den Reeves-Brüdern und Manninen /
Kuismanen. Eine sehr gute Vorstellung boten hier Mike Roscher mit Beifahrer
Adolf Hänni. Sie landeten am Ende auf den guten fünften Rang, hinter den
Engländer Muldoon / Knapton. Das verdient schon deshalb besondere
Anerkennung, weil sie im Match-Race über die kurze 3-Runden Distanz in ihrem
Halbfinale Platz 2 belegt hatten, aber wegen der oben schon kritisierten
Zeitenregelung sich trotz dieses Platzes nicht für den Endlauf qualifiziert
hatten. Das ist für die Zuschauer schon etwas unübersichtlich.
Hinter Roscher / Hänni belegte das englische Gespannpaar Knight / Knight den
sechsten Platz. Eigentlich schon rein sportlich eine bemerkenswerte Leistung.
Das Besondere daran ist aber, dass es sich (linkes Foto) um eine Vater-Sohn
Paarung handelt und das auch schon Großvater Knight einst ein, zumindest auf
der Insel, bekannter Sidecar-Pilot war. Drei Generationen Seitenwagenrennsport
- wenn das nicht eine besondere Anerkennung wert ist... Trotz des nicht
sonderlich guten Wetters darf man den Start zur Seitenwagen-WM 2006 auf dem
Schleizer Dreieck als sehr gelungen bezeichnen. Die Fans am Sachsenring, wo
im Rahmen des Moto-GP auch ein Sidecar-WM Lauf stattfindet, dürfen sich schon
jetzt auf puren Rennsport freuen...
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