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Heimsieg für Kurt Hock und
Michael Hildebrand Text und Fotos: Jürgen Müller, SCZ |
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Fünf Jahre mussten die deutschen Sidecar-Fans auf einen Sieg
ihrer Piloten bei einem Weltmeisterschaftslauf warten. Am Sachsenring war es
endlich wieder soweit, Kurt Hock und Michael Hildebrand verwiesen Reeves/Cluze (GB/F) und Päivarinta/Hänni (SF/CH) auf die weiteren Podestplätze. „Es war ein relativ einfacher Sieg. Ich habe gleich zu Beginn des Rennens gemerkt, Tim (Reeves) kann unser Tempo nicht mitgehen“, berichtete ein überglücklicher Kurt Hock, der erstmalig einen WM-Lauf gewinnen konnte. Hock/Hildebrand gingen vom dritten Startplatz aus ins Rennen, nach dem sie im ersten Training als die Schnellsten
hervorgingen. „Eine gute Ausgangsposition für uns. Wir wussten anhand unserer
konstant schnellen Trainingszeiten, dass wir um den Sieg fahren können“, so
Kurt Hock weiter. Die Entscheidung um den WM-Titel wurde allerdings auf das letzte WM-Rennen in Magny-Cours (F) am 10. September vertagt. Pävarinta/Hänni hätten zum Titelgewinn eine Platzierung vor Reeves/Cluze benötigt. In Frankreich reicht den beiden jedoch ein zehnter Rang bei einem Sieg von Tim Reeves. Damit würde für das Urgestein der Sidecar-Szene, Adolf Hänni, der langersehnte Wunsch nach einem Gewinn einer Weltmeisterschaft endlich in Erfüllung gehen. „Wir haben zu spät angegriffen“, fasste Adolf Hänni den Rennverlauf zusammen. Im Ziel war das finnisch-schweizerische Team knapp zwei Sekunden hinter den Zweitplatzierten. „An diesem Wochenende waren wir erstmals mit Avon-Reifen unterwegs. Aus diesem Grund galt es ein optimales Setup zu finden, doch die Trainingszeiten waren einfach zu kurz dafür. Trotzdem sind wir
mit dem erreichten Resultat hoch zufrieden“, verriet der sympathische Schweizer
weiter. Der Rennverlauf ist schnell zusammengefasst: Nach einem anfänglichen
fünfer Pulk, dazugehörten neben den drei Erstplatzierten auch Birchall/Birchall
(GB) und die Australier Treasure/Dewhurst, setzten sich Hock/Hildebrand sehr
schnell vom Feld ab. Um den dritten Podestrang balgten sich über eine lange
Zeit Päivärinta und der amtierenden Weltmeister Birchall, der jedoch später
abreißen lassen musste. Ihre bislang beste WM-Platzierung erreichten
Treasure/Dewhurst, die überraschend auf Rang fünf einkamen. Die Männer vom
fünften Kontinent unterstrichen mit dieser Leistung ihre stetig ansteigende
Formkurve in dieser Saison.Weniger erfreulich verlief das Wochenende für die weiteren deutschen Piloten. Centner/Kölsch mussten nach 15 Runden mit Getriebeschaden das Rennen aufgeben. Für Eilers/Freund war der Lauf bereits nach 10 Runden zu Ende. Noch härter erwischte Roscher/Wolfram, die nicht einmal ins Training einsteigen konnten. Beim BMW-Motor streikte die Elektronik, der Fehler konnte leider nicht vor Ort behoben werden.
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1. Hock, Kurt/Hildebrandt, Michael (D) 33'07.746 2. Reeves, Tim /Cluze, Gregory (GB/F) 33'12.078 3. Päivärinta, Pekka / Hänni, Adolf (SF/CH) 33'13.805 4. Birchall, Ben / Birchall, Tom (GB) 33'30.017 5. Treasure, Adam / Dewhurst, Darren (AUS) 33'53.414 6. Moser, Josef / Wechselberger, Manfred (A) 34'07.580 7. Remse, Janez / Biggs, Jamie (SLO/GB) 34'16.619 8. Spendal, Milan/ Hill, Peter (SLO/GBR) 34'18.288 9. Lawrie, Scott / Neave, James (GB) 34'19.553 10. Rutz, Jakob / Waefler, Ueli (CH) 34'28.150 11. Schröder, Peter/ Burkard, Anna (CH) 34'39.561 12. Chaplow, Craig / Evanson, Daniel (GB) 33'11.924 1 Rd zurück 13. Bertrand, Hughues / Serret, Sebastien (B) 33'48.733 1 Rd zurück 14. Kiser, Stefan / Engelmann, Helmut (CH/D) 33'53.763 1 Rd zurück 15. Pichler, Bernhard / Pichler, Mario (A) 34'33.867 1 Rd zurück |
![]() Nur anfänglich war die Spitzengruppe so dicht beisammen: Hock/Hildebrand vor Reeves/Cluze, Treasure/Dewhurst, Pävärinta/Hänni und Birchall/Birchall |
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