Viele "Ehemalige" sind noch im Geschäft, wie hier der Franzose Jacques Hutteau und Lucio Cecchinello (rechts), 2012 Teamchef von Stefan Bradl in der MotoGP
Den Tscheche Miroslav Popov machte ein dreizehnter Platz in Misano genauso glücklich wie manch anderen Fahrer ein GP-Sieg

Ob des Todes von Marco Simoncelli ein sichtlich gerührter Teamchef Fausto Gresini

Exweltmeister Pierpaolo Bianchi (2. von rechts) mit Familie und Freunden

Etwas kräftiger geworden, Exweltmeister Carlos Lavado aus Venezuela

Als ehemaliger Worldchamp der Supersportklasse hatte er wohl mehr erwartet, Kenan Sofuoglu aus der Türkei

Viel lockerer als noch die Jahre vorher, Yamaha-Star Jorge Lorenzo

Immer und überall dicht umlagert, die Stars mit ihren großen Busse. Da kann man schon denken, es ist schwierig Star zu sein

Der beste Amerikaner 2011 und Sieger von Assen in der MotoGP Klasse, Ben Spies

Immer und überall im Training, der Belgier Xavier Simeon

Gespräch mit einem Weltmeister. Hier FBi mit dem Sidecarchamp aus Finnland Pekka Päivärinta.
Schweizer Idylle mit Randy Krummenacher (rechts)

Familienglück - Mama und Tochter Dovizioso
Ein kurzer

Saisonrückblick 2011

© Bilder: FBi, Müller-SCZ und Schlegel

  • Die Helden von 2011
  • Der tragischste Moment
  • Aufwärts auf der Erfolgsleiter
  • Dauerthema Sport1 - Übertragungen
  • Die Sidecars, warum will die keiner

Die Helden von 2011

Casey Der wichtigste Held, so wird es jedenfalls immer in den Medien dargestellt, ist der jeweilige Weltmeister der MotoGP- Klasse. In der abgelaufenen Saison 2011 also der Australier Casey Stoner (links). Seine Beständigkeit war beeindruckend. Während seine Kontrahenten in vielen Fällen erst einmal die Reifen warm fahren mußten, war er vom Start weg sofort da. StefanIn vielen Fällen fuhr er auf diese Art seinen Vorsprung bereits in den ersten Runden heraus und brachte ihn dann sicher ins Ziel. Besonders auffällig an Stoner, daß er "mit Köpfchen fuhr", soll heißen, er konnte seine persönliche Grenze von allen Piloten am besten einschätzen. Was verblüfft ist allerdings die Tatsache, daß die Fahrten von Stoner nie die Euphorie bei dem Publikum erzeugten wie die anderer Fahrer. Sein Motto beim Umgang mit Gasgriff und Bremse scheint zu sein: so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Diese Einstellung reiht ihn zwar zu den ganz Großen des Rensports ein, alleine spektakulär im Sinne des Publikums ist es nicht.
Eine ähnliche Einstellung wie Stoner scheint auch Stefan Bradl (Bild oben rechts) zu haben. Die Durchsetzung war in der moto2 ungleich schwieriger zu Nikolas händeln. Zum einen war das Maschinenmaterial weitaus ausgeglichener als in der größeren Klasse und die Zahl der teilnehmenden Heißsporne in dieser Klasse war kaum zu überbieten. Es machte manchmal den Eindruck, als wollten einige Fahrer die Rennen bereits in der ersten Runde entscheiden. Was Stefan, den Mann aus Zahling, betrifft, machte er eigentlich nur einen richtigen Fehler, als er beim letzten Lauf durch Sturz ausfiel, obwohl er vor dem Rennen bereits als verdienter Weltmeister feststand. Als Belohnung für seinen Titel und seine Zuverlässigkeit darf er 2012 in der angestrebten MotoGP-Klasse fahren.
Acht Siege in 17 Rennen, man meint das sollte zum Titelgewinn reichen. Doch der Spanier Nicolas Terol musste denoch bis zum letzten Lauf in Valencia zittern ehe feststand, er ist der letzte und damit ewige Weltmeister in der Achtelliterklasse, sowie letzter Zweitakter-Titelträger. Die Achtellitermaschinen werden in 2012 durch die dann moto3 genannte Klasse ersetzt - Viertakteinzylinder mit 250 cc Hubraum. Anders als bei der moto2, wo es nur Honda-Einheitsmotoren gibt, wird es mehrere Motoren- und Fahrwerkshersteller geben. Man darf gespannt sein, ob es zu ähnlich spannenden und ausgeglichenen Rennen kommen wird wie in der moto2.

Der tragischste Moment

Marco Keine Frage, der traurigste Moment der Saison waren jene Minuten nach dem Unfall von Marco Simoncelli in Sepang. Die gesamte Bandbreite der Gefühle zwischen Hoffnung und Befürchtung wurde strapaziert, zu frisch war noch die Erinnerung an den Unfall des Japaners Tomizawa, der vor Jahresfrist nach einem Rutscher ebenfalls überfahren wurde und die Kollegen nicht die Spur einer Chance hatten auszuweichen. Leider sah diesmal alles noch einen Tick dramatischer aus. Schließlich wurden die schlimmsten Befürchtungen traurige Wahrheit. Marco, ein großartiger Rennfahrer und absoluter Käpfer hatte seinen letzten Kampf verloren, die Rennsportwelt war wiedereinmal geschockt. Einziger, wenn auch ein schlechter Trost ist die Tatsache, Motorsport ist und bleibt gefährlich. Obwohl in den letzten Jahren viel in Sachen Sicherheit geschehen ist, ein Restrisiko fährt immer mit. Mehr dazu an anderer Stelle dieses Rückblicks.

Aufwärts auf der Erfolgsleiter

Glücklicherweise gab es auch viele freudige Momente während der Saison 2011. Insbesondere denke ich dabei an die Aktiven, welche ihren ersten Grand Prix Sieg feiern durften. Dabei fällt mir aus deutscher Sicht sofort Sandro Cortese ein. Podesterfahrung hatte er ja bereits, aber eben noch nicht ganz oben. Sandro Beim Grand Prix in Brno war es dann endlich so weit. Nach einer beherzten Fahrt gelang ihm der große Sprung auf die oberste Plattform des Podestes. Schön bei der Pressekonferenz auch einmal mittig zu sitzen, nachdem die äußeren Plätze am Tisch ihm schon bekannt waren. In die Situation von Cortese konnte sich der Franzose Johann Zarco (links) am besten versetzen. Zu dem Zeitpunkt rannte, pardon fuhr er ja auch noch seinem ersten GP-Erfolg hinterher. Alberto Moncayo (rechts) erreichte hingegen sein bestes Saisonresultat. JonasWährend Sandro sich über seinen ersten Sieg noch freute, hatte Jonas Folger mit der 94 dieses Erlebnis bereits im englischen Silverstone hinter sich. Allerdings war sein Teamchef Aki Ajo mit dem "Schlawiner" aus Bayern trotz des Sieges leider nicht immer zufrieden. Man darf gespannt sein wie sich die persönliche Situation für Jonas in 2012 entwickeln wird. Das Zeug für weitere GP-Siege hat er allemal. Der dritte erfolgversprechende deutsche Fahrer war Marcel Marcel Schrötter. Auf der unterlegenen Mahindra war er von vornherein gegenüber der Konkurrenz benachteiligt. Anfangs hatte er auch noch Probleme, seinen Teamgefährte Danny Webb in schach zu halten. Doch mit fortschreitender Saison steigerte sich Marcel und kam sogar noch zu Top-Ten Plätzen, respektive regelmäßig in deren Nähe.

Dauerthema Sport1 - Übertragungen

Sport1 Unter der Rennfans war während der gesamten Saison die Übertragung der WM-Rennen von Sport1 ein Dauerthema. Um es vorweg zu nehmen - es gab Zeiten, da wären solche Übertragungen wie geschehen, mit den Worten von Kommentator Erich, pardon, Eddie Mielke ausgedrückt, "sensationell" gewesen. Was möglicherweise, oder sicher sogar, gestört hat war Neudefinition von Sport1 des im TV gebräuchlichen Begriffes "live". Wenn im Videotext des Senders eine Übertragung als live angekündigt wird, dann aber total zerschnitten und zeitversetzt gesendet wird, sozusagen als Lückenfüller, dann hört jedes Verständnis auf. Als die Übertragungsrechte von der Dorna erworben wurden gab es bereits die "Kultsendung" Doppelpass. Trotzdem kündigte man an, alle Rennen live und in voller Länge zu übertragen. Ein vorsätzlich falsches Versprechen ist damit abgeliefert worden. Kein Ruhmesblatt für Sport1. Daran ändert auch nichts die exzellent gemachten Interviews (siehe Foto) der drei Erstplazierten nach dem Rennen mit Alex Hofmann. Nicht nur gewöhnungsbedürftig ist auch die marktschreierische Kommentierung von "Erich" Eddie Mielke. Da kam sogar sein Kommentar nach Simoncellis Unfall unglaubwürdig rüber.

Sidecars, warum will die keiner


Es gab eine Zeit, da waren Seitenwagenrennen der Höhepunkt eines jeden GP. Leider ist das schon lange her. Dabei zeigt das Foto oben, es kann auch in dieser Klasse, bei notwendiger Unterstützung, sehr viel an der heute so gefragten Action geben.
Päivärinta-Hänni" Die Helden und Weltmeister der Saison 2011 war das finnisch-schweizerische Gespannpaar Pekka Päivärinta mit Co-Pilot Adolf Hänni. Bereits im Jahr vorher hatten sie den WM-Titel erkämpft, den sie dieses Jahr verteidigten. So sahen dann sehr oft auch ihre Kontrahenten das Weltmeisterduo der vergangenen beiden Jahre, nämlich von hinten. Hock-Becker"Aus deutscher Sicht immer gut dabei, hier sogar noch vor dem späteren Champ, Kurt Hock mit Enrico Becker.
Im Vergleich zu den Soloklassen wird bei den Dreirädern jedenfalls mit relativ minimalen Aufwand guter Sport geboten und genug Werbefläche gibt es auch.




Sie sehen hier die beste Show der Welt. "Erich" Eddie Mielke in Extase. Wo ist denn nur der Hofmann

Der Franzose Johann Zarco kämpfte bis zuletzt um den Titel

Maverick Vinales glänzte mit 4 Siegen, wurde aber dennoch nur WM-Dritter

Auch in Deutschland gibt es Talente. Toni Finsterbusch gab eine gute Figur ab im Kreis der Weltelite

Da half aller Einsatz nichts. Auch Nicky Hayden brachte die Ducati nicht zum laufen

Schade, als Alvaro Bautista mit der Suzuki immmer besser wurde gab es aus Japan das aus

Max Neukirchner und MZ, eine unglückliche Geschichte

Der Schweizer Tom Lüthi zeigte sich sehr wechselhaft während der Saison

Lüthi´s Landsmann Dominique Aegerter wurde während der Saison immer stärker

Spektakulär und sehr oft vorn dabei, aus Old England kam Scott Redding

Auch der Einsatz von Valentini Rossi brachte Ducati nicht wirklich weiter

Wettlauf um die Zeit

Hochs und Tiefs wechselten über die gesamte Saison. Bradley Smith von der Insel

Dem kleinen Dani Pedrosa gefiel die verbesserte Honda. Nach Verletzungspause schaffte er sie noch auf den 4. Endrang

Sehr attraktiver Fahrstil, aber er passt offenbar nicht ganz zu den "Großen". So wird Toni Elias wohl wieder in die moto2 wechseln, wo er 2010 Weltmeister war.

Der Italiener Andrea Iannone liebäugelte vor der Saison durchaus berechtigt mit dem Titel

Marc Marquez vor Scott Redding, zwei Hoffnungsträger des Rennsports in ihren Königreichen Spanien und Großbritannien


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