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Freie Presse Chemnitz - Lokal-Ausgaben Glauchau und Hohenstein-Er. vom 26. und 27.Februar 2007 Zwei Rennsportverrückte sammeln Geld für EhemaligeDie Neuseeländer Ex-Weltklasse-Piloten Anderson und Hempleman sollen zum Sachsenring-Jubiläum kommen - 7500 Euro für Flug notwendigVon Stefan Stolp Waldenburg. - Rolf Eggersdorfer aus Waldenburg und Frank Bischoff aus Hohenstein-Ernstthal sind verrückt nach Rennsport. Die beiden Kenner der Sachsenring-Geschichte haben eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um den Veranstaltern der Jubiläumsfeier – der Sachsenring besteht dieses Jahr 80 Jahre – zu unterstützen. Frank Bischoff hilft selbst bei der Organisation der Jubiläumsveranstaltung am 7. und 8. Juli mit. Er weiß, wie schwierig es ist, prominente ehemalige Rennfahrer an den Sachsenring zu holen. Das kostet vor allem Geld, auch wenn viele der ehemaligen Fahrer den Veranstaltern entgegenkommen, um sich vor dem Publikum am Sachsenring präsentieren zu können. „Wir wollen mit unserer Aktion dafür sorgen, dass die beiden neuseeländischen Fahrer Hugh Anderson und John Hempleman zum Sachsenring kommen können“, sagte Rolf Eggersdorfer am Wochenende. Wenigstens die Kosten für den Flug sollen den beiden ehemaligen Fahrern – Anderson ist vierfacher Weltmeister, Hempleman war 1959 und 1960 einer der Publikumslieblinge am Sachsenring – erstattet werden. Bischoff und Eggersdorfer wollen bis Ende März 7500 Euro zusammenbekommen. Auf Eggersdorfers Internetseite begründet er die Aktion. „Ich weiß, dass schon viele ehemalige Fahrer zum Sachsenring kommen werden, aber Ex-Weltmeister und Weltklassepiloten sind nun mal das Salz in der Suppe, ohne den weniger bekannten Ehemaligen zu nahe treten zu wollen.“ Die beiden Neuseeländer gehören seiner Meinung nach dazu. Die Aktion läuft bis 31. März.
Wenn bis dahin die 7500 Euro
nicht zusammen gekommen sind, will Eggersdorfer sämtliche Spender wieder
auszahlen, wenn diese es anfordern. Andernfalls geht das Geld an die Stadt
Hohenstein-Ernstthal für die Organisation des Sachsenring-Jubiläums. Schaffen
die beiden Rennsport-Enthusiasten es und sammeln die 7500 Euro bevor der 31.
März herangerückt ist, wird das Geld sofort und komplett an den Veranstalter
überwiesen, der dann den Flug der beiden Neuseeländer bezahlen kann.
Eggersdorfer selbst geht ins Risiko, denn für jede Buchung fallen seitens der
Bank
15 Cent Gebühren an. Die will er privat tragen. Somit soll
das Geld der Spender komplett für den Zweck, nämlich die Flugtickets, verwendet
werden. Die Buchungsgebühren will Eggersdorfer auch dann übernehmen, wenn die
Spendenbeträge an die Spender zurück überweisen werden für den Fall, die 7500
Euro kommen nicht zusammen. Eggersdorfer und Bischoff: „Es gibt tatsächlich noch
Enthusiasten ohne Hintergedanken.“ |